Salmos 39

1Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich dran gedenke, werde ich entzündet; ich rede mit meiner Zunge.

2Aber, HERR, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß.

3Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sela.

4Sie gehen daher wie ein Schemen und machen ihnen viel vergeblicher Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird.

5Nun, HERR, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich.

6Errette mich von aller meiner Sünde und laß mich nicht den Narren ein Spott werden.

7Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; du wirst's wohlmachen.

8Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand.

9Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehret wie von Motten. Ach, wie gar nichts sind doch alle Menschen! Sela.

10Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien und schweige nicht über meinen Tränen; denn ich bin beides, dein Pilgrim und dein Bürger, wie alle meine Väter.

11Ein Psalm Davids, vorzusingen.

12Ich harrete des HERRN; und er neigete sich zu mir und hörete mein Schreien

13und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellete meine Füße auf einen Fels, daß ich gewiß treten kann;